Schulgarten 2. Teil



Die Aufgabe der Lehrer ging weiter beispielsweise damit den Unterrichtsplan umzustellen, Lehrer für das Projekt zu begeistern, die Eltern zu überzeugen und zur Mitarbeit zu gewinnen. Fragen, wie, sind die Kinder auch Versichert, hat das Ganze überhaupt eine Chance, nachhaltig gepflegt zu werden, mussten bedacht werden. 
Wenn dann aber ein Kind fragt: „ Frau Litzkow, warum buddeln wir im Frühjahr die Kartoffeln in die Erde, wenn wir sie im Herbst wieder rausholen?“, dann wissen wir, wie wichtig so ein Schulgarten als Lernangebot sein kann.
Die 2. Saison im Schulgarten der GS Klein Berkel bilanziert die Rektorin der Grundschule Klein Berkel, Uta Mager:“ Es war eine schwere Geburt und wir hatten manchmal Zweifel am Erfolg, aber jetzt kann ich sagen, es funktioniert. Wir konnten die Eltern mit ins Boot holen und auch die Gartenfreunde helfen ungefragt, indem sie z.B. einfach mal die Hecke schneiden. Dazu haben wir auch 2 Gartentage eingeführt. 2x im Jahr werden dann  in Zusammenarbeit von Eltern, Lehrer und Kindern, die körperlich schweren Arbeiten wie umgraben, Kompost und Heckenschnitt erledigt.
Rektorin  Mager: “Inzwischen sind knapp 3 Jahre  vergangen und es ist erstaunlich , wie positiv  die meisten Kinder auf den Schulgarten reagieren. Wie viel Freude sie zeigen, wenn z. B. aus der Saat kleine Pflanzen und dann sogar Gemüse oder Kräuter wachsen, wie Alles riecht und schmeckt.
Die Schüler zeigen auch ganz unterschiedliche Talente, lernen, dass man miteinander viel mehr erreicht als allein und helfen sich . Sie lernen nicht nur Pflanzen sondern  auch  die Tiere in der Natur kennen. Zum Beispiel wird das Insektenhotel sehr genau beobachtet und im Unterricht über die Erfahrungen und auftretenden Fragen gesprochen. Oft kommt die Frage: Ist der Käfer nützlich oder ein Schädling? Was machen die Insekten eigentlich im Garten? Kann man das essen oder ist das Unkraut?
Und in der Erntezeit, gibt es viele spannende Momente, weil natürlich die Ausbeute zusammen mit den Kindern gekocht und zubereitet wird. Beim anschließenden gemeinsamen Verzehr hören die Lehrerinnen Sätze wie: Das schmeckt ja super, das ist ja sooo lecker und wir haben das selber gesät und geerntet. Auch dafür lohnt sich nach Einschätzung von Uta Mager der pädagogische  Aufwand. Sogar die Eltern haben in Form von Patenschaften  die Pflege der Sträucher und Hecken übernommen. Für die  Sommerferien wurde ein Gießplan mit den Eltern erstellt. Zum Erntedankfest  konnte die Schule mit Blumen und Gemüse aus dem schuleigenen Garten dekoriert werden.  Als der Kleingartenverein Ohrberg zum Sommerfest lud, trugen die Schüler ein extra für den Verein gedichtetes Lied vor um den Mitgliedern Dankeschön zu sagen.
Der Schulgarten fördert das Wissen der Kinder auf vielfältige Weise, auch wenn noch einiges an Gartengeräten wie ein 3- Zink, Harken und Arbeitshandschuhe für die Kinder fehlen, es macht Allen Spaß zu sehen, wie sich das Projekt Schulgarten entwickelt.. Ein Wunsch der Schüler ist eine Wetterstation, um künftig die Auswirkungen des Wetters auf die Ernte zu erforschen. Eventuell kann die Wetterstation im Werkunterricht gebaut werden. Es fehlt allerdings noch eine Anleitung und vielleicht auch etwas Hilfe. „
Der 1. Vorsitzende vom KGV Ohrberg, David Eccles, sieht das Projekt Schulgarten sehr positiv, die Reaktionen  der Gartenfreunde seien äußerst positiv, die Mitglieder freuten sich darüber, wie toll der Schulgarten aussieht. Viele Mitglieder seien begeistert zu erleben, wie die Kinder ihre Erfahrungen mit der Natur machen. Als langjährige Gärtner geben sie auch gern generationenübergreifend ihr Wissen weiter oder legen auch schon mal selbst mit Hand an, berichtet David Eccles.

KGV Ohrberg e. V.  -  Am Hastebach 2  -  31785 Hameln  -  Tel. +49 (0) 5151 4061482  -  kgvohrberg@googlemail.com